Schildacker, Freiburg

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Das ca. 50 ha große innerstädtische Areal Schildacker in den Stadtteilen Haslach und St. Georgen ist ein heterogenes und gemischt genutztes Quartier, das verschiedenste Nutzungen auf engem Raum vereint. Im Rahmen des Landesförderprogrammes „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wurde ein Rahmenkonzept als strategische Leitlinie für die zukünftige Entwicklung erarbeitet. Vier Planungsbüros wurden zur Teilnahme an einer Mehrfachbeauftragung eingeladen, die Ergebnisse wurden im März 2015 öffentlich präsentiert. Die Auswahlkommission verständigte sich darauf, der Entwicklung des Quartiers Schildacker die städtebauliche Konzeption der Büros  MESS und ASTOC Architects and Planners zugrunde zu legen.
Das Konzept gliedert sich in mehrere Teilbereiche. Die Neubaumaßnahmen konzentrieren sich dabei in erster Linie auf die ECA-Siedlung, Polizeiakademie- und das Götz & Moriz-Areal. Die bestehenden baulichen Strukturen werden bestätigt und durch neue Maßnahmen gestärkt. Die ECA-Siedlung wird, wie vorgesehen, stufenweise durch neue Gebäude ersetzt. Die Grundstruktur von Zeilenbauten, die sich um eine großzügige Grünfläche gruppieren, wird beibehalten. Die Polizeiakademie wird mit neuen Wohngebäuden bebaut, die Strukturen orientieren sich jeweils an den benachbarten Wohnbauquartieren ECA- und Marshall-Siedlung und fassen so jeweils die öffentlichen Räume. Im Zentrum bleibt der baumbestandene, grüne Anger erhalten und wird im Süden und Norden mit Flächen für experimentellen Wohnungsbau ergänzt.
Die Marshall-Siedlung wird durch präzise Setzung neuer Baukörper um einen dritten Hof nach Süden ergänzt und moderat nachverdichtet. Der neue ´Kreativ-Bogen´, begrenzt durch Schildackerweg im Norden und Schopfheimer Straße im Süden in Verbindung mit dem Götz & Moriz-Areal bildet einen neuen Schwerpunkt für die Kreativindustrie. Vorhandene Nutzungen wie die Morat-Stiftung und depot.K bilden den perfekten Nährboden für weitere Ansiedlungen von kulturellen Nutzungen, kreativem Kleingewerbe und auch besonderen Wohnformen. So können beispielsweise auch Generationenwohnen und ein Studentenwohnheim entstehen.
Das ´Bunte Quartier´ zwischen dem ´Kreativ-Bogen´ und der Wiesentalstraße wird durch eine kleinteilige Eigentümer- und Nutzungsstruktur geprägt. Hier wird eine langfristige Transformation im Bestand angestrebt. Dabei kann die bestehende Nutzungsmischung beibehalten und durch eine moderate Nachverdichtung Schritt für Schritt ergänzt werden.


Leistungen: Mehrfachbeauftragung
Auslober: Stadt Freiburg
Planungszeitraum: Juli - Oktober 2014   
Plangebietsgröße: ca. 50 ha, ca. 157.000m² BGF, 1.400 WE
In Zusammenarbeit mit:
Astoc Architects and Planners Köln

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