Rastatt: Kaserne Joffre

130207_Bilder_640x48096
130207_Bilder_640x48097
130207_Bilder_640x48098
130207_Bilder_640x48099
< 

Seit dem Abzug der französischen Streitkräfte Mitte der 1990er Jahre ist das Gelände der ehemaligen Kaserne Joffre in Rastatt ungenutzt. Das Areal befindet sich im Rastatter Stadtviertel Ludwigsvorstadt und ist weniger als 1000 m von der nordwestlich gelegenen Innenstadt entfernt.

Trotz seiner attraktiven Lage hat sich die Nachnutzung des Geländes in den vergangenen Jahren als schwierig erwiesen. Aufgrund der vorhandenen denkmalgeschützten Gebäude, die teilweise einen sehr hohen Instandsetzungsbedarf aufweisen, konnte von der Stadt Rastatt als Trägerin der Planungshoheit und dem Bund als Eigentümer der Flächen und Gebäude längere Zeit keine abgestimmte Nachnutzungsstrategie gefunden werden.

Im Sommer 2010 wurde von ASTOC Architects and Planners und MESS eine städtebauliche Machbarkeitsstudie für das Gelände erarbeitet. Auf Grundlage dieser Untersuchung konnte einvernehmlich ein Rahmen für die städtebauliche Entwicklung der ehemaligen Kaserne Joffre vereinbart werden. Derzeit wird die Machbarkeitsstudie zu einem städtebaulichen Rahmenplan fortgeschrieben und parallel dazu der Bebauungsplan „Oberer Anschluss“ für den Kernbereich des Kasernengeländes erstellt.

Von zentraler Bedeutung für die städtebauliche Entwicklung im Plangebiet ist die parallel zur Bahnlinie verlaufende wallartige Parkanlage. Bei dem sogenannten „Park an der Bastion 30“ handelt es sich um einen sowohl landschaftsräumlich als auch infrastrukturell bedeutenden neuen Stadtbaustein. Die Ausprägung des Parks als Wall bietet Schutz gegen die auf das Plangebiet einwirkenden Immissionen des Zugverkehrs. Auf gesamtstädtischer Ebene dient der Park als neue Grünvernetzungsachse und wichtiger Lückenschluss im städtischen Fuß- und Radverkehrssystem. Geschützt von diesem Landschaftsbauwerk ist es möglich, die einzelnen Bau- bzw. Umnutzungsfelder im Plangebiet sukzessive zu entwickeln.

Leistungen: Rahmenplanung, Bebauungsplanung
Auftraggeber: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Planungszeitraum: 2010 - 2011
Plangebietsgröße: 7 ha, ca. 40.000m² BGF
In Zusammenarbeit mit:
ASTOC Architects & Planners, Köln
In Zusammenarbeit mit:
ASTOC Architects & Planners, Köln
SNOW Landschaftsarchitekten, Karlsruhe
MODUS Consult, Karlsruhe

Gelesen 7468 mal